gigantischer Datenskandal, der kein Ende nimmt

Die meisten amerikanischen Online-Dienste, wie Facebook, Google, Microsoft, Skype und wohl auch Dienste von Apple, haben der NSA, dem amerikanischen Nachrichtendienst, die Möglichkeiten zur Verfügung gestellt, alles mitlesen zu können, sogar verschlüsselte Mails etc.

Aber selbst wenn Anwender, nicht sich dieser Dienste bedient haben, wurden offensichtlich in die Betriebssysteme ab Windows 95, Backdoors eingebaut, die der NSA die Möglichkeit gegeben haben, sich jederzeit in jeden PC, der mit dem Betriebssystem Windows ab Windows 95 (also Windows 98, Windows 2000, XP, Vista, Windows 7, Windows 8) ausgestattet ist, einzuloggen und alles in dem PC auszulesen!

Damit stand der NSA die Möglichkeiten offen, nicht nur in jeden PC einzudringen zu können, sondern theoretisch auch, alle im Netzwerk der Kunden laufenden Internet-Leitungen, zu überwachen.

Aber selbst auch das Ausspähen von Mails in Mail-Systemen, wie Outlook, Yahoo, Google eröffnete die Möglichkeit, die oft von Systemen zugesendeten Zugangssysteme von anderen Systemen abzufangen und für andere Systeme weiter zu verwerten.

Hierbei sollen die großen Firmen, wie Microsoft, Google, Facebook ganz freiwillig der NSA diese Zugänge gewährt haben und gleichzeitig wurden den Kunden von Microsoft, Google und Facebook versprochen, daß deren Daten geschützt sind!

Das Einrichten von Backdoors, oder anderen pauschalen Zugriffsmöglichkeiten eröffnen dabei gleichzeitig Sicherheitslücken, die von anderen Eindringlingen mit verwendet werden können. Wer garantiert uns denn, daß nicht längst, ein Fremder, uns überhaupt noch nicht bekannter, ehemaliger Mitarbeiter der NSA, womöglich diese Zugangsschlüssel, auch anderen, womöglich weiterverkauft hat? So steht Tür und Tor offen, Privatpersonen und auch Firmen vollständig auszuspionieren und Spionage gegen Firmen und deren Entwicklungen zu ermöglichen, ohne daß dies bemerkt wird!

Nein, so geht daß nicht und es ist auch nicht fair, uns Bürgern zu erklären, daß dies nur alles gemacht wurde und wird, um uns vor terroristischen Anschlägen zu schützen, denn wir können sicher sein, daß gerade die Terroristen andere Möglichkeiten haben, ihre Daten so zu verschlüsseln, daß eine Entschlüsselung nicht so einfach ist und im Zuge des jetzigen Skandales, werden auch erst recht sich nun Terroristen entsprechend absichern und alles zig mal verschlüsseln, ggf. auch mit eigenen Verschlüsselung-Algorithmen.

Wir können alle sicher sein, daß wenn man keine Terroristen fangen kann, die Datenauswertungen auch für andere Zwecke verwenden wird oder es vielleicht auch schon getan hat. Hier erfolgt ein Verbrechen, daß durch Grundrechte, Verfassungen usw. geschützt ist, an der gesamten Menschheit weltweit und dagegen sollten wir alle protestieren und unsere Politiker auffordern, hier entsprechend hart und ehrlich und entsprechend der Gesetze, vorzugehen!

Ferner sollten alle Bürger dieser Welt, Mail-Systeme der großen amerikanischen Firmen nicht mehr verwenden und ggf. auch Hersteller dieser Systeme boykottieren!

8 Gedanken zu „gigantischer Datenskandal, der kein Ende nimmt

  1. Hallo Herr Holzschuh,

    ganz ehrlich, ich weiß es nicht, ich erwäge jedoch unsere PCs, hier vor Ort, komplett auf Linux um zu stellen!

    Dies aus folgenden Gründen:
    a) nervt mich die ständige Updates, die von Microsoft für Windows rein kommen und die selbst dann installiert werden, wenn ich mitten in der Arbeit bin und dann ein unqualifizierten Neustart benötigen – da habe ich schon immer ein sehr ungutes Gefühl gehabt!
    b) alle Software, die das Operating System Linux verwendet, sind frei auf dem Markt als „Open-Source“-Code verfügbar und wenn hier jemand etwas in eine Datei eingeschmuggelt, wird es durch andere Entwickler schnell ent- und aufgedeckt und gegen einwandfreie Sourcen ersetzt
    c) mir als Entwickler die Möglichkeiten in Linux zur Verfügung steht, alle Datenströme genauer verfolgen zu können, die über diesen Linux-Computer laufen. Im Gegensatz dazu läuft auf Windows, auch mit guten Sicherheitssystemen, wie Kaspersky immer etwas ab, was unerklärlich ist und auch sehr schwer nach zu vollziehen ist, z.B. kein Anwender-Programm läuft – kein Prozess verursacht CPU und bei angesteckter Internet-Leitung blinkt ständig die Festplattenlampe
    d) Updates und Upgrades zum größten Teil problemlos während des Betriebes durchgeführt werden können, ohne daß der Computer neu gestartet werden muß
    e) das Vertrauen zu Microsoft, daß ich bisher hatte, gänzlich enttäuscht wurde und ich es absolut unmöglich finde, für gekaufte Software etwas wissentlich einzuschleusen, was da nicht hin gehört und wahrscheinlich auch gegen gültige Rechte verstößt – daß ist das gleiche, wie im Fall Update oder Programm wird gesperrt, wo der Hersteller einfach die bezahlte Software bei vielen Kunden, wahrscheinlich tausenden, unbrauchbar gemacht hat, nur um einen Update zu erzwingen!

    Wo kommen wir hin, daß wir Bürger zweitklassig behandelt werden? Da kümmert sich eine europäische Union darum, daß Seitenbetreiber über die Verwendung von Cookies aufklären müssen oder ohne Aufklärung, diese nicht verwenden dürfen, was insbesondere kleineren Betrieben, einen wahnsinnige Aufwand verursacht und andererseits werden von diesen Gesetzgebern aber Datenspionage gebilligt, genau in die Richtung, die durch die Verwendung von Cookies unterbunden werden sollte und vielleicht sogar selbst durchgeführt und ohne jegliche Kontrolle und dabei gegen alle möglichen Verfassungsrechte, verstoßend!

    Sorry, ich empfinde daß als eine „reine Ohnmacht“, auch im Sinne unserer Kunden, denn ich gehe mal davon aus, daß 99% aller Internet-Service-Provider ebenfalls in den Büros, auch nur Windows-Maschinen eingesetzt haben. Da wird einem echt schlecht!

    1. Hi, ich würde gerne alles auf Linux umstellen, aber gehen dann alle Programme, die verwende noch?
      Dann vom Grundsatz her bin ich Ihrer Meinung. ich für mich verfolge folgende Strategie. Ich habe alle sensiblen Daten auf verschlüsselten externen Platten ausgelagert. Das ist zwar ein DJ-Spiel, geht aber doch einigermassen.
      Wenn ich auf die Platten zugreifen muss, dann bin ich nicht online. Und bevor ich dann, wenn die Platten wieder weg sind den Rechner mit dem Internet verbinde, fahre ich das System herunter, putze beim Hochfahren mit dem CC-Cleaner die Festplatten im Rechner und gehe erst dann Online.
      Auf der Festplatte sind die Arbeitsdaten, die ohnehin ins Netz gehören.
      Die Ausnahmen sind die Mailprogramme, aber da weiss ich ohnehin, dass die mitlesen kann wer will, wenn sich einer dafür interessiert.
      Aber grundsätzlich ist diese Geschichte mit Mikrosoft und Co eine Riesensauerei. Denn sie geben vor alle möglichen gesellschaftlichen Elemente ausschalten zu wollen und sind selbst genau solche. Den Belzebub mit dem Teufel austreiben ist das.

      Alöles Liebe und Danke für Ihre Mail, sie haben mir aus dem Herzen gesprochen.
      Gerald Holzschuh

  2. Hallo Herr Holzschuh,

    auf Linux wird es nicht die gleichen Programme geben, die auch auf dem PC unter Windows laufen. Es sind sicherlich Abstriche hin zu nehmen und es müssen andere Programme installiert werden. Wichtige Programme, wie Open Office, die eh schon öfter verwendet werden, als die Programme von Microsoft und zudem auch noch besser arbeiten, sind für Linux frei verfügbar, genauso wie der Firefox – Explorer. Manche Programme wird man suchen müssen, die das gleiche können, wie PC – Programme.

    Eine Umstellung ist ein enormer Aufwand, aber ich fürchte, es bleibt uns gar keine andere Möglichkeit mehr, als in Zukunft grundsätzlich nur noch „offene Software“, die von jedem kontrolliert werden kann, einzusetzen und jegliche verschlüsselte Software, die zu dem auch noch teuer verkauft wird, den Rücken zu kehren!

    Daß Bürger nun ihre Daten selbst verschlüssel müssen, weil diese den Herstellern der Programme nicht mehr trauen können, ist nicht hin zu nehmen! Es ist aber eine temporäre Lösung, um den eigenen Datenschutz noch extremer zu betreiben. Dagegen sollten die Vorfälle, die aufgetreten sind, unmißverständlich und auch für alle Bürger nachvollziehbar, aufgeklärt werden und Unternehmen, die nachweißlich Backdoors zum zwecke der Ausspähung, egal von welcher Seite auch immer, eingebaut haben, müssen hart bestraft werden!

    1. Hi, da stimme ich Ihnen vorbehaltlos zu. Die Gemeinheit daran ist, dass es den Softwarefirmen offenbar nicht ausreicht mit den Programmen Geld zu verdienen, nein es müssen noch die Daten der User zusätzlich verkauft werden, ohne die User zu beteiligen. Niemand hätte was dagegen, ein Einverständnis vorausgesetzt, wenn Softwarefirmen die Datenweitergabe definieren würden und die Software kostenlos wäre, weil die Datenweitergabe ohnehin viel Geld einbringen muss, denn sonst würden die das gar nicht machen. Eines Tages werden sie feststellen, dass sie Geld nicht essen können. GH

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.