Datenskandal – und wie Sie sich schützen können

Der Datenskandal hat viele verunsichert und auch im Internet sind wir fündig geworden, daß sogar einige Behörden auf Linux-Computer umsteigen wollen, statt Computer mit Windows-Betriebssystemen einzusetzen.

Die Hauptvorteile unserer Sicherheitsumstellung sind:

  • sicherer Betrieb unter Linux – ohne offene Backdoors
  • Zugriff auf alle Dokumente, die vorher unter Windows gespeichert wurden
  • Für fast alle Dokumente, existieren andere Programme unter Linux
  • Für 99,7% aller Hardware existieren auch die Treiber für Linux
  • Windows muß nicht gelöscht werden, wird aber nicht mehr verwendet
  • Windows kann beim Computer-Start ersatzweise gestartet werden
  • Umstellung dauert nur ein paar Stunden
  • alles läuft unter Linux schneller, als unter Windows

kurzer Rückblick, warum wir umstellen sollten:

Wie wir in dem anderen Blog-Artikel gigantischer Datenskandal, der kein Ende nimmt beschrieben haben, haben die großen Firmen/Systeme, wie Microsoft, Facebook, Outlook, Skype, Google, Yahoo und viele weitere, ganz wissentlich und absichtlich Backdoors in Ihre Produkte eingebaut, um den Datentransfer zur NSA für Lauschangriffe zu ermöglichen. Im Internet sind auch Hinweise darauf zu finden, daß dies wohl auch bewußt in den Betriebssystemen erfolgt ist und egal, ob nur in Mail-Systeme oder in Datenverarbeitungsanlagen, man kann diesen großen Firmen nicht mehr trauen!

Aber wie können wir uns nun schützen? – das wollen wir hier beschreiben:

Eine relativ einfache Umstellung des PCs auf Linux ist bei den meisten Benutzern problemlos möglich. Wir haben einen relativ einfachen Weg gefunden, wobei wir anmerken möchten, daß wir hier keine Detailbeschreibung veröffentlichen und wir Ihnen nahe liegen, unbedingt vor der Anpassung Ihres PCs eine Datensicherung (am besten auf eine externe Festplatte), durch zu führen! Unsere Kurzanleitung erfolgt daher ohne Gewähr!

Nach der Umstellung haben Sie die Möglichkeit, über das Linux auf alle Dokumente, die Sie zuvor mit Ihrem Windows-Betriebssystem (von Microsoft) gesammelt haben, auch über Linux zu greifen und zu öffnen und/oder zu bearbeiten!

Es stehen Ihnen unter Linux andere Programme zur Verfügung, die alles können, was auch unter Windows vorher möglich war und wenn Sie wirklich kein Ersatzprogramm finden sollten, so können Sie über eine Software-Emulation in Linux, auch das alte Windows-Programm ausführen.

Ferner haben Sie die Möglichkeit, beim Start des Computers auszuwählen, ob Sie nun mit Linux oder unter Windows arbeiten möchten! Dies ist insbesondere sinnvoll, um evtl. während der Umstellung mal in die eine oder andere Konfiguration rein schauen zu können etc.

Vorbereitung für die Umstellung des Computers auf Linux:

  1. Führen Sie eine vollständige Datensicherung Ihres Computers durch
  2. Laden Sie direkt von der Linux-User-Group kubuntu.org Kubuntu für Ihren Computer herunter. Dabei ist wichtig, daß Sie die richtige Version wählen. Dies ist abhängig von Ihrem Prozessor-Type! Die Version (x86/i386) für 32 bit-CPUs sollte aber auf jedem Mainboard/CPU laufen. Mit den neueren Versionen, hatten wir hier Probleme, aber die Version 12.04 ließ sich dagegen ganz einfach und schnell installieren! Wir raten Ihnen an, dabei die Installation „Alternate“ zu laden und nicht die Live CD! Zusammengesetzt lautet der Dateiname: kubuntu-12.04.2-alternate-i386.iso
  3. Brennen Sie von dieser ISO-Datei eine Image-CD (dabei darauf achten, daß Sie nicht die Datei in eine CD hinein ziehen, sondern die Funktion verwenden „CD aus Image (ISO) erzeugen) verwenden.
  4. Rufen Sie die Datenträger-Verwaltung in Windows auf, um sich die Laufwerke anzuzeigen: Start – Einstellungen – Verwaltung – Systemkomponenten – Datenträger-Verwaltung – Notieren Sie die Festplatten und deren Partitionsgrößen (wieviel gesamt, belegt und frei), deren Namen und deren jetzige Laufwerks-Buchstaben-Zuordnungen und auf welcher Platte und wo die Partition in Reihenfolge steht.
  5. Machen Sie sich Gedanken, wohin Sie Linux parallel installieren können. Wenn Ihre Festplatte komplett partitioniert wurde, müssen Sie einen Freiraum schaffen, dies kann beim Installieren von Linux-Kubuntu erfolgen. Aber Sie sollten eine Partition verwenden, in der Sie am wenigsten Daten haben und die ausreichend groß ist. Ferner sollte gerade in dieser Partition, nach Möglichkeit, keine wichtigen Daten gespeichert sein oder Ihr Backup sollte 100% geprüft worden sein!

Durchführung der Umstellung von Microsoft-Windows auf Linux-Kubuntu

  1. Wenn Sie die Vorbereitungen, wie im oberen Teil beschrieben, abgeschlossen haben, fahren Sie Windows ganz normal herunter
  2. Starten Sie Ihren Computer neu und klicken Sie beim Start des Computers, je nach Mainboard auf die [DEL] oder [ENTF] oder [F2] – etc-Taste, um in die Bios-Einstellungen zu gelangen. Suchen Sie die Einstellungen für den Boot-Vorgang und legen Sie fest, daß das erste Start-Laufwerk Ihr CD-Laufwerk ist
  3. Legen Sie die gebrannte CD mit dem Linux-Kubuntu ein
  4. Speichern Sie die Bios-Einstellungen und Ihr Computer soll nun neu starten
  5. Beim Starten des Computers, sollte nun Linux-Kubuntu von der CD problemlos starten
  6. Beantwoten Sie die Fragen soweit alle, so wie diese gestellt werden. Lesen Sie die nachfolgenden Hinweise, wenn Sie etwas zum Thema „Festplatten“ oder „Partitionierung“ lesen!

Hinweise zur Partitionierung:

Die Beschreibung bei allen Fragen, die von Kubuntu gestellt werden, ist wirklich sehr sauber und ordentlich, aber im Bereich der Partitionierung für manche Anwender noch nicht genug verständlich, so daß wir hier ein wenig genauer darauf eingehen, weil dies auch der gefährlichste Part der Umstellung ist!

GANZ WICHTIG: Die Festplatten unter Windows haben unter Umständen eine andere Reihenfolge, als im Bios und die Reihenfolge der Festplatten haben unter Umständen nochmals eine andere Reihenfolge, als unter Linux!

Die Reihenfolge ergibt sich aufgrund der Typen der Festplatten: IDE, SATA, SCSI, RAID

Mit ein wenig Vorsicht, tasten wir uns nun heran:

Wenn Sie KEINE neue Festplatte für Linux in Ihren PC eingebaut haben, die also gänzlich unbelegt ist, brauche Sie freien Platz für die Installation von Linux!

Platz schaffen für eine neue Partition für Linux:

  1. Bei der Auswahl, wie partitioniert werden soll, wählen Sie manuell
  2. Die Festplatten und die Partitionen werden aufgelistet, ggf. in anderer Reihenfolge, als oben in der Vorbereitung notiert.
  3. Suchen Sie Partition, die Sie in der Vorbereitung vorausgewählt haben und klicken Sie diese an oder fahren Sie mit dem Cursor auf diese. Klicken Sie auf weiter.
  4. Verwenden Sie nun die Option, die Partition in der Größe zu verändern.
  5. Wenn Sie nun die Meldung bekommen, daß ggf. noch Daten vorher geschrieben werden müssen, bestätigen Sie dies mit ja und weiter
  6. Sie sehen die maximale Größe der Partition und wieviel davon schon belegt wurde. Ändern Sie den Wert, den die gewählte Partition später bekommen soll. Lassen Sie dieser Partition aber noch einen gewissen Reserve-Bereich über. Beispiel: Gesamtgröße 1 TerraByte = 1024 GigaByte und davon sind 500 GigaByte bereits belegt. Lassen Sie der Partition eine Reserve von 100 GigaByte, dann wäre die Partition also anschließend 600 GigaByte. Überschreiben Sie den vorgebenen Wert der Partition gegen den neuen, aber achten Sie darauf, daß Sie die Eingabe genauso durchführen, wie in der Vorgabe erfolgt. Also z.B. 1 TB ändern Sie auf 600 GB. Speichern Sie dies ab
  7. Sie gelangen nun in die Anzeige der Partitionsdaten der Festplatten zurück und die neue Größe der veränderten Partition sollten Sie so sehen können.
  8. Erzeugen Sie für den verbleibenden Rest „automatische Partitionierung im freien Bereich“ die notwendigen Linux-Partitionen. Es werden 2 Partitionen angelegt, eine für den Swap-Bereich und eine für das Linux – Betriebssystem
  9. Wenn alles gut aus sieht, speichern Sie das ganze ab und gehen Sie auf „weiter“ und Kubuntu wird komplett installiert!

Ziemlich zum Ende der Installation von Kubuntu:

wird der Grub-Loader auf den Master-Boot-Record (MBR) eingetragen. Der MBR erhält den Start für das Microsoft Windows und Ihre neue Kubuntu-Linux-Installation. Danach können Sie Ihren PC sowohl im Modus Linux-Kubunto oder Microsoft Windows starten.

Start-Reihenfolge vom Bios ggf. ändern:

Ändern Sie die Start-Reihenfolge, wie oben für die CD beschrieben, auf die Festplatte, in der der MBR von Linux geschrieben wurde. Die Start-Reihenfolge der Festplatten im Bios ändert nichts an der Reihenfolge der Platten im Windows oder Linux, sofern es sich nur um die Boot-Reihenfolge handelt.

Die ersten Schritte in Kubuntu:

Alte Windows-Hasen klicken vieles 2x an – in Kubuntu wird daß meiste nur 1x angeklickt!

Sie finden Ihre alten Dateien, die unter Windows gespeichert wurden, wie folgt:

  • links K-Symbol klicken (wir nennen dies im Folgenden K-Start)
  • untere Leiste auf „Rechner“
  • und dann Basis-Ordner
  • auf der linken Seite finden Sie Ihre Festplatten

Sie können direkt nach der Umstellung:

  • Internet verwenden (K-Start – Favoriten – Webbrowser)
  • alle gängigen Dokumente öffnen, wie z.B. Word-, Excel-Dokumente
  • unter K-Start – Anwendungen sind schon viele Programme vorinstalliert

Nachinstallation (bitte nur daß, was Sie wirklich benötigen):

  • Software suchen und installieren über:
    • K-Start – Rechner – Muon-Programm-Verwaltung
    • K-Start – Anwendungen – System – Muon-Paket-Verwaltung
  • spezielle Installation über die Konsole:
    • Drücken von [STRG]+[ALT]+[F2] (oder F2-F6 – mehrere Konsolen möglich)
    • mit [STRG]+[ALT]+[F7] kommen Sie ins X-Win-System zurück
    • in der Konsole einloggen mit Ihrem User (nicht root!) und Passwort
    • in dem Verzeichnis, daß Sie auch über cd /home/Username gelangen, finden Sie einen Ordner Downloads (hier würde Firefox was beim Download speichern)
    • Im Download-Ordner, eine Archiv-Datei auspacken, z.B. driver.tar.gz mit:
      tar xzvf driver.tar.gz
      wird dann in Unterverzeichnis driver (entsprechend dem Dateinamen) entpackt. Auflisten des Verzeichnisses mit:ls
    • Wechsel in den Root-User für bestimmte Installationen mit:sudu root -i
    • X-Windows beenden für manche Installationen, wenn’s nicht anders geht – vorher sollte Sie sich die Frage stellen, ob Sie alles gespeichert habenservice xwin stop
    • Neustart des Computers durchführen über die Konsole:
      reboot

Sollten Sie noch Fragen haben, die offen geblieben sind, stellen Sie diese direkt über die Kommentar-Funktion hier im Blog.

Ansonsten viel Spaß mit Kubuntu und zukünftig sicheren Computern, die nicht grundsätzlich von außen durch Backdoors ausgelesen werden können!

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